Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
G
lasmuseum Weißwasser !

Museum

Service

Mitgliederbereich

Glas-Schau ist Publikumsmagnet



Schon seit über 200 Jahren ist der „Grüne Wald“ fester Bestandteil der Stadtgeschichte. Wie viele Besucher Erinnerungen mit diesem historischen Gebäude verbinden, lässt sich zwar nicht mehr nachvollziehen, aber mehrere tausend werden es sicherlich sein. Denn schon seit dem 18. Jahrhundert befand sich in dem ehemaligen Bauerndorf an dieser Stelle die Schenke, die später zum großen Gasthaus mit Ballsaal umgebaut wurde.

Natürlich hat die Zeit ihre Spuren an dem Gebäude hinterlassen, das zwischen 2001 und 2003 umfassend saniert wurde. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Restaurierung des Ballsaals im Jugendstil gelegt. Nach Abschluss der Baumaßnahmen konnte das Gebäude im Jahre 2003 als Vereinshaus wieder eröffnet werden.

»Das Haus muss leben«, erklärte Evelyn Hahn, die Geschäftsführerin der Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft, in deren Eigentum sich der »Grüne Wald« befindet. Sie ist deshalb froh, dass sich zwei Vereine aus der Stadt eingemietet haben. Das ist zum einen der Kulturverein unter Leitung von Rosemarie Dybowski und zum anderen der Bernsdorfer Karnevalsclub unter Leitung von Markus Neumann. Bei regelmäßigen Veranstaltungen und Treffen erfüllen die Vereinsmitglieder das Haus mit Leben und geben Besuchern die Möglichkeit, das Miteinander auf unterschiedlichste Weise zu pflegen.

Dazu gehören auch seit der Wiedereröffnung des »Grünen Waldes« im Jahr 2003 regelmäßige Ausstellungen. Wer die jüngste Schau noch besichtigen möchte, muss sich aber sputen. Denn die seit Mai dieses Jahres gezeigte Exposition des Kulturvereins zur Glasindustrie ist nur noch am kommenden Sonntag von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Über 400 verschiedene Exponate zwischen 1872 und heute können Interessierte anschauen. Die Ausstellung, die sich historisch mit der Bernsdorfer Glasindustrie auseinandersetzt, ist mit Leihgaben von Bürgern gestaltet worden. Hunderte Gäste haben bislang die Möglichkeit genutzt, die Schau zu besuchen. Denn immerhin haben in diesem Berufszweig viele Bernsdorfer gearbeitet - und somit einen ganz individuellen Bezug dazu. Das Interesse daran war so groß, dass die Exposition sogar länger gezeigt wird als ursprünglich geplant. Denn normalerweise sollte die Ausstellung nach der Sommerpause beendet sein.

Am 3. Oktober von 14 bis 18 Uhr steht dann erstmals die 3. »Kleine Galerie« für Neugierige und Liebhaber irdener Gegenstände und der künstlerischen Fotografie offen.

Neue Pläne sollen demnächst aber auch direkt am Gebäude des »Grünen Waldes« umgesetzt werden, wie jüngst zu erfahren war. Das Haus verfügt zwar schon über eine Behindertentoilette und eine Auffahrrampe für Rollstuhlfahrer, »aber wir wollen unser Angebot auch dahingehend erweitern, dass wir im kommenden Jahr einen Biergarten im Hof eröffnen können«, erklärte Urszula Reumschüssel, die Betreiberin von Restaurant und Pension im Haus. Weiterhin sind Ausstellungen im Untergeschoss im Gespräch, um insbesondere auch älteren und gehbehinderten Menschen den Besuch der Schauen zu ermöglichen. no

Zum Thema:
Adresse: Ernst-Thälmann-Straße 20, 02994 Bernsdorf, Telefon 035723/939880E-Mail: info@hoyerswerda@ hoy-reha.de Öffnungszeiten der Ausstellung zur Geschichte der Glasindustrie in Bernsdorf: letztmalig am 26. September von 14 bis 18 Uhr Eintritt: frei



Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Hoyerswerda, vom 23.09.2010


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 23.09.2010


 

Glas zum Anfassen: Evelyn Hahn, die Geschäftsführerin der Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (links), als Eigentümerin des Vereinshauses „Grüner Wald“ und Restaurantbetreiberin Urszula Reumschüssel mit einem Exponat der Ausstellung zur Geschichte der Glasindustrie in der Stadt Bernsdorf. Foto: S. Richter