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Das erste Denkmalbuch geht in Druck
Günther Segger ist Chef der Denkmalkommission Weißwasser und ehrenamtlicher Denkmalpfleger des Kreises Görlitz. Welche neuen Vorhaben es gibt – dazu sprach SZ mit dem „Denkmalpapst“.


Herr Segger, wie schätzen Sie die bisherige Arbeit der Denkmalkommission Weißwasser ein?

Im Vergleich zum Start 2002 sind wir sehr weit gekommen. Ein Beispiel ist die Einweihung der sanierten Glasmacherlehrlings vorm Berufschulzentrum Weißwasser. Daran haben wir neun Jahre intensiv gearbeitet.

Da gibt es ja noch mehr . . .

Auch unser lang geplantes Denkmalbuch – ein Stadtführer für Einwohner und Touristen, der alle figürlichen Denkmale und architektonischen Kostbarkeiten in Weißwasser beschreibt – wird 2012 gedruckt. Und ich hoffe, dass dieses Jahr die dritte Bewerbung für die sächsische Eröffnungsveranstaltung „Tag des offenen Denkmals“ in Weißwasser klappt.

Weißwasser als Gastgeber für den Denkmaltag wäre toll. Aber gibt es auch andere Vorhaben?

Natürlich. Der Obelisk auf dem Ehrenhain für die Opfer des Faschismus muss wegen des Unfallschutzes dringend saniert werden.

Und als Kommission?

Die Denkmalkommission feiert ihr Zehnjähriges, weshalb wir eine Dankeschönveranstaltung – kombiniert mit einer Weiterbildungsexkursion irgendwo in Sachsen – planen, um die Leute bei Laune zu halten. Unser größtes Vorhaben in Weißwasser ist jedoch der Wiederaufbau der Toranlage am Eingang vom stillgelegten Friedhof in der Jahnstraße. Das Geld dafür ist sicher durch Sponsoren und Stadt.

Weshalb ist ein Tor so wichtig?

Nun, es ist eine marode aber denkmalgeschützte Toranlage, von der wir nicht wissen, wie sie wirklich mal aussah, weil Fotos fehlen. Bekannt ist nur, das dass schmiedeeiserne Original 1930 eingeschmolzen wurde. Somit ist das Vorhaben eine Herausforderung und schon lange auf unserer Liste. Wir bauen aus Kostengründen aber nur ein Holztor mit Klinkersteinfassung.

Herr Segger, sie sind auch ehrenamtlicher Denkmalpfleger des Landkreises Görlitz. Welche Aufgaben gibt es im Kreisgebiet?

Wir setzen die Zusammenarbeit mit dem Heimatschutzbataillon Braunschweig fort. Wenn die in Chemnitz und bei der Kriegsgräberfürsorge Dresden beantragten Fördermittel tatsächlich kommen, finden Reservisteneinsätze im Mai in Skerbersdorf und Pechern statt, um Anlagen von der Straße auf Friedhöfe umzusetzen. Das kostet fast 50000 Euro. In Bad Muskau sind 2013/14 Einsätze geplant und mit der Gemeinde Uhsmannsdorf sind wir im Gespräch, weil die Mauer um den Soldatenfriedhof zu sanieren ist. Hier werden die Braunschweiger 2014 sein, die uns dann schon das elfte Jahr ehrenamtlich helfen.

Gespräch: Sabine Larbig

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser,  vom  24.01.2012


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 24
.01.2012


 

Weißwasser oder Uhsmannsdorf ? Für Günther Segger stellt sich die Frage nicht – obwohl er Weißwasseraner ist. Denn als Chef der Denkmalkommission zählt: Was haben wir an wichtigen Denkmälern, wo müssen wir wie viel Geld für den Erhalt einsetzen, wo lässt sich mit Ehrenamt und Vereinen was bewegen und wie können wir Denkmäler mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken? Die Antwort gibts als Buch. 
Fotos: as