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Weißwasseraner Historiker Werner Schubert 
wird heute 85 Jahre alt

Von Katrin Schröder


Das einstige jüdische Leben in und um Weißwasser ist sein Steckenpferd. Er hat die Aufarbeitung seit Jahren geprägt und vorangebracht.

Wer sich für die jüdische Geschichte Weißwassers interessiert, kommt an Werner Schubert nicht vorbei. Heute feiert der passionierte Heimathistoriker aus Weißwasser seinen 85. Geburtstag. 1924 im niederschlesischen Jauer geboren, wird Schubert nach dem Krieg Lehrer. Seit 1949 lebt er in Weißwasser und unterrichtet an mehreren Schulen. Zuletzt ist er Direktor des pädagogischen Kreiskabinetts und Fachberater für Lehrerbildung.

Die Geschichte seiner zweiten Heimat packt ihn erst nach der Pensionierung 1989/1990. Schubert, der in die SPD eintritt und die Arbeiterwohlfahrt in Weißwasser mitbegründet, stellt sich Fragen: Was ist vom jüdischen Leben in Weißwasser geblieben? Und warum spricht niemand darüber?

Werner Schubert will das ändern. Er recherchiert und schreibt die Biografie des jüdischen Glasfabrikanten Joseph Schweig, setzt sich dafür ein, dass das Andenken an den Unternehmer gewürdigt wird. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass Schweig Ehrenbürger der Stadt Weißwasser wurde. Auch außerhalb der Region wird seine Arbeit gewürdigt: Der Text über Joseph Schweig erscheint nun in der Reihe „Jüdische Miniaturen“ der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Mehr als 90 Bände teils prominenter Autoren sind darin bereits erschienen.

Zwei weitere Broschüren über die Spuren jüdischen Lebens aus seiner Feder hat der Verein „Zukunft gestalten – ohne zu vergessen“ herausgegeben. Die vierte Broschüre ist in Arbeit und es sieht nicht so aus, als wäre dies die letzte. „Jedes Mal, wenn man etwas herausbekommt, stellen sich neue Fragen“, hat Werner Schubert einmal gesagt. Und der Jubilar wird nicht müde, den immer neuen Fragen nachzugehen. Dafür sind ihm die Stadt und die Menschen dankbar – alles Gute und Gesundheit, werter Herr Schubert.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser,  vom 24.08. 2009


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Aktualisierung:
26.08.2009


 

Werner Schubert aus Weißwasser mit einer Ausgabe der Broschüre vom Verein „Zukunft gestalten – ohne zu vergessen“.
Foto: SZ-Archiv