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Chance für Tschernitz durch neuen Investor

Von Andre Kurtas


Vor einem Jahr verloren 700 Mitarbeiter des Fernsehglaswerkes Tschernitz ihre Arbeit. Einige sind inzwischen bei einem neuen Investor im alten Werk beschäftigt, andere pendeln bis in die Schweiz. Viele sitzen noch zu Hause und hoffen.

Im Sommer 2007 schloss das Fernsehglaswerk Tschernitz seine Pforten mit der Begründung, dass sich Bildröhren im Zeitalter der Flachbildschirme nicht mehr verkaufen ließen. Im rund 1600 Einwohner großen Tschernitz ist es seitdem ruhig geworden. Die Abwanderung hat durch die Entlassungen neuen Schub bekommen, seit dem Samsung-Ende verlor die Gemeinde 50 Einwohner. Viele Menschen mussten sich zumindest vorrübergehend finanziell einschränken. Ein Großteil der ehemaligen Belegschaft des Werkes ist immer noch arbeitslos. Mitarbeiter älterer Jahrgänge haben kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sehen einer Zukunft am Existenzminimum entgegen. Während viele der direkten Angestellten von Samsung weiterqualifiziert und vermittelt wurden, hatten die Mitarbeiter der zuvor ausgegliederten Betriebsteile weniger Glück. Sie gingen nach der Schließung des Werkes direkt in die Arbeitslosigkeit.

Einige der früheren Samsung-Mitarbeiter haben inzwischen in der Nähe Arbeit gefunden. Manch einer pendelt sogar bis ins Ausland um arbeiten zu können. Ein Hoffnungstrahl am Tschernitzer Horizont ist die neuerrichtete Glasmanufaktur Brandenburg (GMB). Ein liechtensteinischer Investor hat das Werk im August 2007 übernommen und plant bis zum Herbst rund 150 neue Mitarbeiter einzustellen, in zwei drei Jahren sogar doppelt soviele. Dann wird in Tschernitz Flachglas für Solaranlagen gefertigt.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 26.06.2008


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Aktualisierung: 07.07.2008


 

So sah es in Tschernitz noch vor einem Jahr aus. Inzwischen hat die Brandeburger Glasmanufaktur das Werk übernommen. Bisher entstanden 150 neue Arbeitsplätze.
Foto: Andre Kurtas