Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
G
lasmuseum Weißwasser !

Museum

Service

Mitgliederbereich

Neuer Schub für Solarmodule-Beschichtungswerk in Forst


Zwei Jahre später als bei der Grundsteinlegung im August 2008 angekündigt soll im Solarmodule-Beschichtungswerk im Forster Gewerbegebiet die Produktion anlaufen. Im Januar 2011, heißt es in einer Pressemitteilung des Investors Precision Coating, sollen 60 Mitarbeiter und zehn Auszubildende in der Produktionsanlage Beschäftigung finden.
 
Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der ehemaligen Konzernmutter sei der weitere Aufbau der Anlage ins Stocken geraten, heißt es weiter. Mit einem neuen Hauptgesellschafter – er hält 75 Prozent der Anteile bei der Precision Coating – könne es nun aber weitergehen.

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage nennt Geschäftsführer Karsten Wagner den Januar 2010 als Termin für die Wiederaufnahme der Bautätigkeit. Die Produktionsanlage ist seit Oktober vergangenen Jahres im Rohbau fertig gestellt. Sieben Millionen Euro, so Wagner, haben die ehemaligen Gesellschafter in das Projekt investiert. Hauptgesellschafter war bislang die Bayerische Solar AG gewesen.

Gegen deren Geschäftsführer, wie auch gegen den Precision Coating-Firmengründer Erich Merkle und Karsten Wagner hat die Münchner Staatsanwaltschaft im Oktober 2008 beziehungsweise März 2009 Ermittlungen aufgrund von Vermögensverschiebungen innerhalb eines Firmengeflechts aufgenommen, die bis heute noch nicht abgeschlossen  sind.

Die Bayerische Solar AG war in Forst schon im Dezember 2007 als Gesellschafter eines Investors aufgetreten: Damals kündigte die Solar Glas AG an, in der Neißestadt ein Flachglaswerk für die Produktion von Scheiben für Solaranlagen zu bauen. Dabei sollten 60 Millionen Euro investiert werden und 120 Menschen Arbeit finden.

Nach Angaben Klaus Wagners sei der neue Investor, ein Dresdner Finanzdienstleister, noch auf der Suche nach einer Hausbank. Sei diese gefunden, könnten über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) auch Fördermittel bewilligt werden. Über die beantragte Höhe der Fördermittel wie auch die neue Gesamtinvestitionssumme wollte Wagner gestern noch nichts sagen.  „Wir streben den maximalen Fördersatz an.“ Die beantragte Summe sei aber bereits als „förderfähig“ beurteilt worden, so Wagner.

Der Forster Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) gab Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung seiner Freude Ausdruck, dass nun ab 2011 in Forst mit 60 Mitarbeitern produziert werden könne.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Forst vom 26.09.2009


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 30.09.2009


 

Rohbau der Produktionsstätte im Forster Gewerbegebiet.
Foto: gk