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Chronisten-Team erfasst 40 Jahre Stadtgeschichte
Rita Driver und Lutz Stucka haben Arbeit aufgenommen / Daten auch digital verfügbar

Von
Daniel Preikschat


Lutz Stucka und Rita Driver stellen sich einer Mammut-Aufgabe. Sie wollen die Chronik Weißwassers von 1945 bis in die Gegenwart nicht nur erfassen, sondern auch digitalisieren. Zuverlässig aufgearbeitet ist bisher nur der Zeitraum von 1980 bis 2005.

Der Name Lutz Stucka ist in Weißwasser längst ein Begriff. Mit Hunderten Zeitungsartikeln und über einem Dutzend kleinerer Buch-Veröffentlichungen hat sich der 59-jährige Weißwasseraner einen Ruf als profunder Kenner der Stadtgeschichte erworben. Seit Mittwoch nun ist er ordentlich bestellter Ortschronist der Stadt Weißwasser, der mit Rita Driver eine "Assistentin" an die Seite bekommt, so Sozialfachbereichsleiter Karl-Heinz Melcher Dienstag bei der Urkunden-Übergabe im Rathaus.

Nach dem Tod von Karl-Heinz Schmidl im April dieses Jahres war die Stadt auf der Suche nach einem neuen Ortschronisten. Beworben, so Melcher, habe sich nur Rita Driver. Wie danach Stadt und Stucka zusammengefunden haben, wollten beide Seiten am Dienstag nicht näher erläutern. Melcher wie auch Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) ließen aber keinen Zweifel, dass sie das Amt bei Stucka in guten Händen glauben.

Lutz Stucka und Rita Driver haben sich allerdings einiges vorgenommen. Einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren wollen sie ortschronistisch erfassen, die wichtigsten Daten und Ereignisse in Wort und Bild dokumentieren – darunter auch Superlative. Stucka nennt die einzige Glasingenieur-Schule der DDR, die 1950 eröffnet wurde. 1963 standen in der Stadt die ersten beleuchteten Verkehrsschilder im Bezirk Cottbus. Am Nordrand der Stadt wurde eine Braunkohlegrube zum ersten gesetzlich bestätigten FKK-Freibad in der DDR. Aber auch weniger Erfreuliches werde sich in der Chronik finden. So gehörte das einst bedeutendste Glas-Zentrum der DDR nach der Wende zu den Städten Ostdeutschlands mit den größten Einwohnerverlusten.

Während Stucka die Zeit von 1945 bis 1980 aufarbeitet, wird Rita Driver die eigentliche Chronisten-Pflicht erfüllen und die laufenden Ereignisse dokumentieren. Auch die Jahre 2005 bis 2012 sind ihr Arbeitsgebiet. Die 58-jährige Weißwasseranerin hat Berufserfahrung in der Datenerfassung. Davon kann sie als Assistentin des Ortschronisten profitieren. Denn alle Einträge und Fotos werden auf einer Datenbank gespeichert. Die Stadt könne Nachfragen so schneller und besser beantworten. Auf die Frage, bis wann die Arbeit verrichtet sein soll, sagt der Ortschornist indes nur: "Wir arbeiten fleißig."


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom  26.09.2012


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Aktualisierung:
26.09.2012


 

Ortschronist Lutz Stucka mit Assistentin Rita Driver vor dem Rathaus. Gemeinsam wollen sie die jüngere Stadtgeschichte Weißwassers von 1945 bis in die Gegenwart erfassen. Ergänzend verfügt die Stadt über ein historisches Archiv in der Stadtbibliothek sowie über ein Verwaltungsarchiv.
Foto: D. Preikschat