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Teddy-Treffen in Weißwassers Glasmuseum
Weihnachtsausstellung öffnet Freitag / Einstige Besitzerin des ältesten Teddys der Sagarer Sammlung gesucht

Von Thoralf Schirmer


Die diesjährige Weihnachtsausstellung im Glasmuseum Weißwasser wird am kommenden Freitag um 18 Uhr eröffnet. Bis zum 31. Januar zeigt sie eine Vielzahl zauberhafter Exponate – kuschelige, freundliche und altgediente Begleiter aus Kindertagen, ausgefallene Sammlerstücke und in liebevoller Handarbeit entstandene Knuddelbären – Teddys aller Art.
„Es sind so viele Teddys, dass der Platz für alle kaum reichen wird“, sagt Elvira Rauch vom Glasmuseum. Seit Wochen bereitet sie zusammen mit Mitgliedern des Fördervereins diese Ausstellung vor. Sie ist immer noch überwältigt davon, wie groß die Resonanz und das Angebot an Exponaten waren – zum Teil hatte sich per Mundpropaganda herumgesprochen, dass das Glasmuseum eine Teddy-Ausstellung plane, und so kamen auch etliche Leihgaben aus Privatbesitz zusammen.

Ein Teddy reiste vom Bodensee nach Weißwasser, andere vertreten, als Souvenirs zusammengetragen, fremde Länder und Kontinente. Ein Koalabär kommt zum Beispiel aus Australien, ein US-amerikanisches Exemplar guckt aus der Dose, ein Teddy-Botschafter stammt aus England und einer aus der Schweiz.

Die historischen Teddys der Ausstellung – 23 Stück - hat das Handwerks- und Gewerbemuseum Sagar den Weißwasseranern zur Verfügung gestellt. Darunter der älteste, der vermutlich aus der Mitte der Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts stammt. Seine frühere Besitzerin ist Elfriede Kuschela aus Weißwasser gewesen, die auf einem Foto neben dem betagten Teddy-Exemplar noch mit ihrem Spielkameraden zu sehen ist. Das war 1937.

„Wir hätten Frau Kuschela so gern zu unserer Ausstellungseröffnung eingeladen“, sagt Elvira Rauch. „Aber wir haben nicht herausfinden können, was aus ihr geworden ist.“

Sets zum Selberbasteln

Dass Teddys auch heute noch beliebt und gefragt sind, beweist die Firma Teddy-Martin aus Sonneberg, die bis heute den Rekord am weltgrößten Teddybären im Guinnessbuch hält. In zwei Vitrinen zeigt sie Beispiele ihrer Kreationen. Einige davon können im Glasmuseum auch erworben werden. Außerdem gibt es Sets zum Selberbasteln von Teddys zu kaufen. Denn Teddymachen kann leicht zur Leidenschaft werden. Simone Pietsch aus Weißkeißel ist schon vor Jahren von ihr gepackt worden. Eine Vielfalt an flauschigen Bären ist seitdem unter ihren geschickten Händen entstanden. In allen möglichen Farben und unterschiedlichsten Formen, mit großen Füßen, Angora-Mähne oder kecker roter Strickmütze, sind sie nun auch im Glasmuseum zu sehen. Dazu gibt es auf Schautafeln auch reichlich Wissenswertes über die Geschichte des wohl beliebtesten aller Spielkameraden, der seinen Namen dem amerikanischen Präsidenten Teddy Roosevelt, seinen Ruhm der Geschäftsfrau Margarete Steiff, seine Beliebtheit aber immer noch dem pelzigen Vorbild aus der Natur verdankt. Letztlich ist er auch zum Helden vieler Kinderbücher geworden. Die Weißwasseraner Sonderausstellung wird unter anderem an den knuddligen Winnie Pooh erinnern und zeigt sogar, wie das originale Teddy-Vorbild ausgesehen hat, das Autor A.A. Milne (1882-1956) seinerzeit vor Augen gehabt hatte.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom 19.11. 2009


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
26.11.2009


 

Kleiner Eisbär als Füchse-Fan: Museumsmitarbeiterin Elvira Rauch mit einem ganz besonders auf Weißwasser zugeschnittenen Exemplar aus der Werkstatt von Simone Pietsch aus Weißkeißel.
Fotos: Thoralf Schirmer
Elfriede Kuschela und ihr Teddy auf einem Foto aus dem Jahr 1937. Der treue Spielkamerad (Foto unten) gehört heute zum Bestand des Sagarer Museums und ist als Leihgabe in der Weihnachtssonderausstellung des Glasmuseums Weißwasser zu sehen.
Auch eine Variante: Teddy als Husar hoch zu Ross.