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Weihnachtskrippe aus Swarowski
Heute öffnet die Sonderausstellung "Engel & Co." im Glasmuseum Weißwasser


VON VIEVIEN CZEPOK



Funkelnde Engelsfiguren, die Geburt Christi auf Fingerhüten. Das gibt es ab dem heutigen Freitag, 18 Uhr, in der Sonderausstellung „Engel & Co.“ des Glasmuseums Weißwasser zu sehen. Dabei werden auch unzählige gläserne Weihnachtskrippen aus aller Welt gezeigt.

Beim Betreten des Glasmuseums strömt einem sofort ein angenehmer Harzgeruch entgegen. Während einige Mitarbeiter die restlichen Tannennadeln vom Boden wegfegen, wuseln Günter und Margrit Kempgen aufgeregt von einer Glasvitrine zur anderen.

32 Krippenmotive aus Glas und Porzellan müssen so positioniert sein, damit zur Ausstellungseröffnung heute alles perfekt ist. Das wertvollste Stück darunter ist die Bernsteinkrippe aus Danzig. »Die haben wir erst letztes Jahr gekauft«, verrät Günter Kempgen (85).

Alle ihre Stücke haben mit der Weihnachtsgeschichte zu tun. So wird die Geburt Christis zum Beispiel auf 12 Glasfingerhüten, Krippen oder auf Weihnachtsbaumkugeln dargestellt. »Glasfiguren sprechen ja viele nicht so an, dabei ist das ein tolles Material. Ich meine, wer hat denn schon mal Holz leuchten gesehen?«, fragt Margit Kempgen (60), während sie weiter die Vitrinen füllt.

Bereits 2002 war das Ehepaar mit einer Holz-Krippenausstellung im Glasmuseum Weißwasser zu Gast. »Seit 50 Jahren sammle ich Weihnachtskrippen aller Art. Meine erste habe ich in Palästina gekauft. Sie ist aus Olivenholz«, so Günter Kempgen. »Mich interessiert dabei nicht das Künstlerische, sondern das Volkstümliche. Immerhin ist die Geburt Jesus die einzige weltweit bekannte Geschichte. Es ist faszinierend, wie sie von den Handwerkern in den jeweiligen Kulturkreisen dargestellt wird.«

So stellt er im Glasmuseum beispielsweise eine österreichische Swarowski-Kristallkrippe, eine Glasfigurengruppe aus China, eine silberne Krippe aus Malta und eine musikalische Kugelkrippe aus Frankreich aus. Auch gläserne Schneeflocken wird es geben. Wer will, kann sich sogar werktags Engelsfiguren als Teelichter kaufen. »Allerdings keine Ausstellungsstücke, sondern am Görlitzer Stand Art Glas Else«, so Glasmuseumsleiterin Elvira Rauch.

Während Margrit Kempgen weiter unentwegt von einer Ecke in die nächste läuft und Dinge fragt wie: »Hat jemand einen einsamen Porzellankönig gesehen?«, verrät Elvira Rauch noch ein Highlight: »Neben der Ausstellung lesen wir ab nächsten Montag auch wieder Weihnachtsgeschichten für Groß und Klein vor. Einfach kurz vorher anmelden.«

Zum Thema:

Bis auf den 24. Und 31. Dezember hat die Ausstellung vom 26. November bis zum 9. Januar durchgängig geöffnet. Startet sie heute von 18 bis 20 Uhr, kann sie sonst zu den normalen Öffnungszeiten besucht werden: Montag, Dienstag und Donnerstag 8 bis 15 Uhr, Mittwoch 8 bis 17 Uhr, Samstag 13 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Eintritt: 50 Cent pro Person. Kinder unter fünf Jahre kostenlos. Wer zudem das restliche Glasmuseum besichtigen will zahlt zwei Euro pro Erwachsenen sowie ein Euro für Kinder bis 16 Jahre. Mehr Infos unter 03576/ 20 4000 oder auf www.glasmuseum-weisswasser.de



Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 26.11.2010


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 26.11.2010


 

Margrit Kempgen stellt mit Ehemann Günter im Glasmuseum Weißwasser 32 ihrer wertvollsten Weihnachtskrippen aus. 
Foto: V. Czepok