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Bürgerpreis für den „Design-Professor“
Horst Gramß aus Weißwasser – Glasgestalter und Aktivposten – wird durch die Stiftung zivita geehrt.
 


Horst Gramß aus Weißwasser ist mit dem Bürgerpreis 2018 der Bürgerstiftung zivita ausgezeichnet worden, teilt diese mit. Damit ist eins der aktivsten Mitglieder vom Förderverein Glasmuseum geehrt worden. Der 82-jährige Weißwasseraner ist Freitag nach Zittau „gelockt“ worden, um ihn dort zu überraschen. Der Vorstand vom Förderverein des Glasmuseums Weißwasser bezeichnet ihn als „Design-Professor“ und als einen der letzten Mohikaner auf dem Gebiet der Glasherstellung und vor allem der Glasgestaltung in Weißwasser ab der späten 1950er-Jahre. Auf Grund seiner beruflichen Erfahrungen und seines diesbezüglichen Wissens sei er fast als Letzter im Verein überhaupt noch in der Lage, die dem Museum übergebenen Schenkungen, Dauerleihgaben oder Ankäufe zeitlich korrekt einem Glasbetrieb in Weißwasser zuzuordnen und mit einer entsprechenden Kommentierung zu versehen. „Du bist für das Glasmuseum unersetzlich und auch deshalb wünschen wir dir – egoistisch wie wir sind – noch viele Jahre bei bester Gesundheit“, so Reiner Keller vom Förderverein.

Gramß hat von der Pike auf in der Glasindustrie gearbeitet und in Lauscha den Beruf eines Glasbläsers erlernt. An der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg wurde er zum Designer ausgebildet. Seit 1957 bis 1992 war er auf dem Gebiet der Glasgestaltung sehr erfolgreich tätig. Ab 1990 gehört er zu denjenigen, die sich für die Gründung eines Glasmuseums eingesetzt haben, um die Epoche prägende Geschichte der Weißwasseraner Glasindustrie für die Nachwelt zu bewahren, nachdem sie nicht zuletzt durch die vielfach verfehlte Politik der Treuhand fast auf Null zurückgefahren worden ist. Seit 1993 gehört er zum Team des Fördervereins und leitet dort die Arbeitsgruppe Bewertung/Ausstellungen. Auch die Vorbereitung vieler Ausstellungen – in Spremberg, Hoyerswerda, Rietschen, Bad Muskau, Krobnitz, Geraberg oder Bloischdorf – und die Beantwortung zahlreicher Anfragen an das Glasmuseum liegen in seinem Verantwortungsbereich. Derzeit ist Horst Gramß voll in die Vorbereitung der Ausstellung „Glasdesign aus Weißwasser vom Bauhaus bis heute“ im Zusammenhang mit 100 Jahre Bauhaus eingebunden.

Für all diese ehrenamtliche Tätigkeit in hoher Qualität bringt er etwa 50 Stunden im Monat auf. Es gäbe nur wenige im Verein, die so etwas vorweisen können. Das habe Vorbildcharakter für andere. „Du erreichst damit viele Menschen und orientierst dich an gesellschaftlich relevanten Themen“, heißt es in der Laudatio.

INFO:

Eine Ehrung für das Ehrenamt

Die Bürgerpreisverleihung hat am 25. Januar im Bürgersaal des Rathauses Zittau stattgefunden. Neben Horst Gramß haben Ursula und Horst Richter aus Großhennersdorf sowie Armin Schlage aus Hainewalde den Bürgerpreis bekommen. Weitere Nominierte wurden mit einer Urkunde geehrt.

Die Bürgerstiftung zivita, die den Preis auslobt, gibt es seit 2004. Sie will das bürgerschaftliche Engagement auf ehrenamtlicher Basis im Landkreis Görlitz fördern.

Für den Landkreis Görlitz hat sie zum 13. Mal den Bürgerpreis ausgelobt. Entscheidend war, dass das ehrenamtliche Wirken anderen zu Gute kommt. Der Vorschlag konnte unter ein bestimmtes Thema gestellt werden, zum Beispiel „Lebenswerk“, „Jugend im Ehrenamt“, „Alltagsheld“ oder „Ehrenamt im Verborgenen“.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 28.01.2019


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E-Mail:
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Aktualisierung:
28.01.2019


 

Horst Gramß ist für sein Engagement mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet worden.