Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
G
lasmuseum Weißwasser !

Museum

Service

Mitgliederbereich

Teddys und Puppen im Glasmuseum
Neue Spielzeugausstellung kann in Weißwasser bis Ende Januar besichtigt werden

 


"Sandmann, U-Boot, Sonni-Puppe" lautet der Titel einer neuen Sonderausstellung im Glasmuseum Weißwasser. Präsentiert werden verschiedenste Spielzeuge aus der DDR-Zeit. Die Ausstellung hat das Spielzeugmuseum Lichtenstein aus Westsachsen gestaltet.

"Schau mal an, mit diesen Indianern habe ich auch einst gespielt." Wieder und wieder schaut Heidi Gramß in eine der zahlreichen Vitrinen. Das Leuchten in den Augen der Weißwasseranerin ist unübersehbar. Das Repertoire der Ausstellungsobjekte reicht von Autos, Schiffen und Flugzeugen über Puppen und Teddys bis zu Holz- und Metallbaukästen. "Das hatten wir als Kinder auch alles", sprudelt es aus Heidi Gramß heraus. "Zu meinen Lieblingsspielzeugen gehörten die Teddys. Die mag ich bis heute", erzählt sie. Zehn Stück hätten in der Wohnstube einen Ehrenplatz. "Damit spielen meine Neffen", erzählt sie.

Große Augen macht auch Paul Rothenburger. Der erst siebenjährige Knirps aus Krauschwitz kann sich gar nicht sattsehen. Uralte Automodelle aus den 1960er-Jahren, Sandmann-Puppen und sogar ein Pinocchio: Kinderherz, was willst du mehr? "Schönes Spielzeug", sagt Paul, "aber bei uns im Kindergarten gibt es modernere Sachen." Mutti Jana Rothenburger kennt dagegen noch viele Exponate aus der eigenen Kindheit. Besonders die Sandmännchen-Figuren hätten es ihr angetan.

Während der Eröffnung sei von den Ausstellungsprotagonisten aufgrund weiterer Verpflichtungen keiner anwesend, bedauert Museumschefin Elvira Rauch. Die Familie Flämig betreibe seit nunmehr 20 Jahren ihr Spielzeugmuseum in Lichtenstein bei Chemnitz. Eigentlich handele es sich um eine Art Alternativ-Ausstellung. Denn das Glasmuseum habe auf eine Notlösung zurückgreifen müssen. "Ursprünglich war geplant, eine Schau mit Exponaten der Weißwasseraner Glasschleifer-Meisterin Marion Fischer zu präsentieren. Alles war bereits in Sack und Tüten, doch dann hatte die Künstlerin einen Unfall. Somit mussten wir uns zeitnah um Ersatz bemühen", erzählt Rauch. "Denn das Glasmuseum ohne Advents- beziehungsweise Weihnachtsausstellung ist undenkbar." Silvia Buder aus dem Rathaus habe sogleich alle Hebel in Bewegung gesetzt. Und siehe da, das Spielzeugmuseum Lichtenstein sagte sogleich zu.

Indes, so rechnet Elvira Rauch, würden in diesem Jahr erheblich mehr Besucher im Glasmuseum zu Buche schlagen als zwölf Monate zuvor. Mehr und mehr kämen auch die Touristen vom Bärwalder See, um das Schatzkästchen in Weißwasser zu besichtigen.

Im Anschluss an die jetzige Spielzeugausstellung, die bis 29. Januar zu sehen ist, gewähre der Lübecker Glassammler Prof. Christian Jentsch einen Einblick in seine überaus reichhaltige Gläsersammlung. Die Eröffnung erfolge am 17. Februar. Daran schließe sich eine Archäologie-Ausstellung mit Artefakten aus der Lausitz an.

Doch bis Ende Januar dürfen nun erst mal Teddys und Puppen im Glasmuseum wohnen. Die Schau "Sandmann, U-Boot, Sonni-Puppe" könne auch zu den bevorstehenden Feiertagen besichtigt werden. Lediglich zu Heiligabend und Silvester bleibe das Museum geschlossen.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 28.11. 2016


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
28.11.2016


 

Familie Rothenburger mit dem siebenjährigen Paul war vom historischen Spielzeug begeistert.
Foto: amz1