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Weißwassers Denkmale im Buch

Von Thoralf Schirmer


Mit 31 Jahren ist Janett Sporbert aus Weißwasser vom Stadtrat als jüngstes Mitglied in die Denkmalskommission der Stadt berufen worden. Mit gutem Grund, denn in den nächsten drei Jahren hat sie eine wichtige Aufgabe für die Kommission und den Förderverein des Glasmuseums zu erfüllen, bei dem sie in einer Kommunalkombistelle beschäftigt ist.
„Es hat fast ein Dreivierteljahr gedauert, ehe wir die Stelle sicher hatten“, sagt der Vorsitzende der Denkmalskommission, Günter Segger, und es klingt wie ein Aufatmen. Endlich kann damit nämlich ein Projekt in die Tat umgesetzt werden, mit dem die Kommission schon länger in Gedanken schwanger ging. Unter der redaktionellen Obhut von Janett Sporbert soll ein Buch über die Denkmale von Weißwasser entstehen, basierend auf bereits bestehenden und zu überarbeitenden Texten sowie neuen Recherchen. Es soll in sich vereinen, was ursprünglich als einzelne Broschüren geplant war. Das Buch soll sich, so Günter Segger, zuerst den figürlichen Denkmalen und Kunstwerken in der Stadt widmen (das allein sind schon rund 50), in einem zweiten Abschnitt den Gebäude-Denkmälern und schließlich jenen Baudenkmälern, die nicht mehr existieren, für die Stadt aber von historischer Bedeutung waren. Gesondert könnte es noch eine Broschüre zum Weißwasseraner Gedenkpfad geben, der im Wesentlichen auf dem Friedhof angesiedelt ist.
 
„Es soll kein Heimatbuch werden“, betont Segger, „sondern wirklich eine Sicht auf die Denkmale, mit allen Anekdoten und Geschichten, die sich um sie ranken.“

Auf diese Weise soll sich das Buch auch als Begleiter auf mehreren extra ausgewiesenen Rundgängen durch die Stadt eignen. Parallel, so Segger, denke man auch über den Einsatz von Audio-Guides auf solchen Rundgängen nach.

Für die gelernte Bürokauffrau Janett Sporbert, deren Kommunalkombistelle noch bis 31. September 2012 läuft, ist die Arbeit mit der geschichtlichen Materie zwar Neuland, aber ein spannendes, auf dessen Entdeckung sie sich freut, zumal die Weißwasseranerin mit vielen der Denkmale und Kunstwerke sozusagen aufgewachsen ist. „Das sorbische Wandbild an der Kaufhalle ,Minute' zum Beispiel hat mich früher schon immer fasziniert. Ich hatte es als Kind immer vor Augen, wenn ich im Trabi gewartet habe, während meine Mutti dort einkaufen war.“ Dass das Bild von Eva-Maria Volck, einer Wegbegleiterin der Bildhauerin Dorothea von Philipsborn, geschaffen worden ist, hat sie damals nicht gewusst. Es gehört zu jenem Erkenntniszuwachs, den ihr die Arbeit an dem Denkmalsbuch bringt und den sie nun mit anderen Weißwasseranern und Gästen der Stadt teilen kann.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom 29.12. 2009


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Aktualisierung:
31.12.2009


 

Gemeinsame Arbeit am Buch der Weißwasseraner Denkmäler: Günter Segger und Janett Sporbert. 
Foto: Th. Schirmer