Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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lasmuseum Weißwasser !

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Drei Preise fürs Ehrenamt
Die Bürgerstiftung "zivita" ehrt zum 13. Mal engagierte Menschen im Landkreis. Horst Gramß aus Weißwasser ist einer von ihnen

VON CONSTANZE JUNGHANß



Horst Gramß aus Weißwasser: Für das Glasmuseum in Weißwasser ist Horst Gramß unersetzlich. Für dessen Besucher ebenso. Mit seinen Ausstellungen erreichte der 82-jährige Experte in der Vergangenheit und auch noch heute viele Menschen, zumal er auch Sonderausstellungen beispielsweise in Spremberg,Hoyerswerda, Rietschen, Schloss Krobnitz oder Bad Muskau mit Exponaten versorgt. Glasbläser hat der Weißwasseraner in Lauscha gelernt, später an der Fachschule für angewandte Kunst eine Ausbildung zum Designer absolviert. Bis kurz nach der Wende arbeitete er in der Glasindustrie. Bereits 1990 setzte er sich für die Gründung eines Glasmuseums ein, um die über lOO-jährige Geschichte dieses Industriezweigs in Weißwasser zu bewahren. Das Anliegen war von Erfolg gekrönt, die Mühe hatte sich gelohnt: Drei Jahre später wurde der Förderverein
"Glasmuseum Weißwasser" gegründet, dessen Mitglied er ist. Die Arbeitsgruppe "Bewertung und Ausstellung" leitet er seit 2009 und wird immer wieder zurate gezogen, wenn das Thema "Glas" eine Rolle spielt. Diese Zeit nimmt er sich gern. Zudem landet alles auf seinem Tisch, was für das Museum bewertet werden soll. Jeden Monat widmet er etwa 50 Stunden seiner Freizeit der Einrichtung. Aktuell ist er der Letzte im Förderverein, der noch in der Lage ist, neue Ausstellungsstücke zeitlich korrekt einem
Glasbetrieb in Weißwasser zuzuordnen. Daneben ist der Rentner bei Museumsführungen nicht wegzudenken. Gramß sucht dringend Verstärkung und hofft, Jüngere für seine Arbeitsgemeinschaft zu begeistern.


Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 30.01.2019


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E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
30.01.2019


 

Horst Gramß - der Bewahrer der Glasgeschichte