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Weißwasser trotzt dem Wetter mit Feierlaune
Stadtfest am Wochenende gut besucht / Mehr als 100 Kinder singen Geburtstagsständchen

Von MARTINA ALBERT


Eigentlich sollten es ja „nur“ 75 Kinder sein, die ihrer Stadt am Samstag zum 75. Stadtrecht-Jubiläum ein Ständchen bringen sollten. Doch am Ende waren es mehr als 100 Steppkes, die aus vollem Herzen „Weißwasser, Weißwasser, du bist unsere Stadt“ sangen.

Josephine ist stolz. »Das hat Spaß gemacht«, sagt die Neunjährige, als sie nach dem Auftritt zurück bei ihrer Mutti Anke Wenk ist. Mit ihren Freundinnen und auch alleine hat sie im Vorfeld viel für den großen Moment auf der Stadtfest-Bühne geübt. Und wird, wie alle anderen Kinder, mit einem riesigen Applaus belohnt. Applaus gibt es auch für das deutsch-polnische Jugendorchester, den TSC, den Chor der 75 unter Leitung von Rainer Wetzorke, der Miteinander-Verein und alle, die das Bühnenprogramm bereichert haben. Auch »Geier Sturzflug« am Abend ist ein Volltreffer. Kaum einen Steinwurf entfernt ist auch die Jugendbühne gut besucht, muss kurzzeitig beim Auftritt der »Crackhuren« sogar wegen des Andrangs gesperrt werden.

Doch auch der offizielle Teil darf bei einem Stadtrecht-Jubiläum natürlich nicht fehlen und so gab es zu Beginn viele gute Wünsche. Zarys Bürgermeister Roman Pogorzelec wünschte Weißwasser und seiner Stadt, die dieses Jahr den 750. Jahrestag der Ersterwähnung feiert, vor allem, dass die Zusammenarbeit der Partnerstädte weiter so gut funktioniert. Der stellvertretende Landrat Günter Paulik betonte in seinem Grußwort die Bedeutung Weißwassers als Standort für Bildung, Gesundheit und Sport. »Ich wünsche Weißwasser für die Zukunft alles Gute und immer einen guten Draht zum Landkreis«, schloss Paulik. Sonntagnachmittag zieht Mit-Organisator Timo Schutza eine positive Bilanz. ,,Das Wetter hätte natürlich besser sein können, sonst sind wir aber sehr zufrieden.

Ehrenmedaillen des Oberbürgermeisters

Anlässlich des Stadtfestes wurden drei Ehrenmedaillen an verdiente Bürger verliehen. Die erste ging an Eishockey-Legende Klaus Hirche, auch bekannt als »die Schwarze Maske«. Klaus Hirche ist seit 1953 ununterbrochen Vereinsmitglied beim Eissport in Weißwasser und Vorsitzender des Ehrenrates, so Laudator Bernard Stefan. Hirche wurde vor allem für seine Verdienste um den Eishockeysport geehrt. Hirche erklärte: »Ich fühle mich stellvertretend fürs Team geehrt - vielen Dank. «Der langjährige Präsident des Stadtclub '77 und Karneval-Urgestein der Stadt, Ulli Teichert, bekam die zweite Ehrenmedaille des OB. »Er ist stadtbekannt durch seine unermüdliche Aktivität in Sachen Kultur«, so Laudator Günter Bührichen. Dass Teichert seinen Humor noch immer hat, bewies er, indem er mit einem kleinen Köfferchen zur Ehrung kam. »Ich dachte, es gibt einen Haufen Geld, erklärte er und betonte: »Lachen im Leben ist das Wichtigste. Das setzt so viele Hormone frei wie guter Sex.« Dritter Geehrter war Günter Segger, Chef und Mitbegründer der Denkmalkommission. Laudator Uwe Mühle bezeichnete ihn als »einen der aktivsten Bürger der Stadt«, der durch stete und beharrliche Arbeit viel für Weißwasser erreicht habe.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 30.08.2010


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Aktualisierung: 30.08.2010


 

Günter Segger
Foto : M. Albert