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Förderverein Glasmuseum Weißwasser kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken
Bilanz auf der Jahreshauptversammlung

Von REINER KELLER


Auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Glasmuseum Weißwasser e. V. konnte der Vereinsvorsitzende Hartmut Branzk in seinem Rechenschaftsbericht dank der vielen Aktivitäten des Vorstandes und der Mitglieder des Fördervereins auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken – trotz der Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Mitglieder des Fördervereins mit 68 Jahren dringend nach Verjüngung verlangt.  

Hartmut Branzk hatte vor einem Jahr das Amt des Vorsitzenden von Wolfgang Hoyer übernommen, der gemeinsam mit den Mitgliedern des Vorstandes langjährig und mit großem Erfolg die Geschicke des Vereins gelenkt hat. Branzk verwies darauf, dass die Konstellation Leiter des Glasmuseums (derzeit auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung) und Vereinsvorsitzender in einer Person sich äußerst positiv erwiesen hat und beibehalten werden sollte.  

Im Jahr 2007 konnten insgesamt 6 Sonderausstellungen gestaltet werden, die großen Zuspruch hatten. Besonders zu nennen wäre hier die Sonderausstellung „Glaskolben und –rohre aus der Lausitz für Fernsehröhren“, die zu einem Glanzlicht in der Arbeit der AG „Technologie“ unter Leitung von Hans Schaefer wurde. Die weiteren Sonderausstellungen wie „Zeitensprünge - Jugend forscht“, „Moderne Glasgestaltung mittels Fusing und Bending“ sowie „Universalwerkstoff Glas / kreative Glasgestaltung“ beschäftigten sich alle mit einem Schwerpunkt in der Arbeit des Fördervereins im Jahr 2007: Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, die junge Generation mit dem historischen Erbe der Glasindustrie in Weißwasser besser vertraut zu machen und sie für den fantastischen Werkstoff „Glas“ zu begeistern.  

Zu einem weiteren Glanzlicht und Besuchermagnet wurde die Exposition „Mechanische Musikinstrumente“, die dank der Dauerleihgabe von Oberbürgermeister Rauh nun als Dauersonderausstellung zu sehen ist.  

Auch die Fachvorträge anlässlich der Eröffnung von Sonderausstellungen oder als Extra-Veranstaltung („Das Rostschmelzverfahren“ von Dr. Siegfried Schelinski) fanden großen Zuspruch.  

Ebenfalls nicht unerwähnt sollen die zahlreichen Veröffentlichungen über die Geschichte der regionalen Glasindustrie, das Glasmuseum oder die Mitglieder des Fördervereins sowie die neu gestaltete Internetpräsentation des Glasmuseums bleiben. Auch die Information von Günter Segger über die Aufnahme der Skulptur des „Glasmacherlehrlings“ vor dem Beruflichen Schulzentrum in die Denkmal-Liste des NOL sowie den Abschluss der Sanierung der Glasstele am Boulevard wurde von den Versammelten mit Genugtuung begrüßt.  

Einer besonderen Erwähnung verdienen auch die Besuche der Nachfahren der bedeutenden Glasindustriellen Joseph Schweig und Wilhelm Gelsdorf im Glasmuseum. Für Letztere war der Besuch in Weißwasser und im Glasmuseum gleichzeitig ein Familientreff, wo die zahlreichen und weltweit verstreuten Nachfahren von Wilhelm Gelsdorf zusammen kamen. Die organisatorischen Fäden bei beiden Besuchen hatte Jochen Exner in der Hand.  

Für das Wohlbefinden der Vereinsmitglieder wurde ebenfalls gesorgt in Form eines Sommerfestes für alle Mitglieder und einer Weihnachtsfeier für die Mitglieder, die durch ihren ehrenamtlichen Dienst im Glasmuseum an Wochenenden und Feiertagen dafür gesorgt haben, dass das Glasmuseum an diesen Tagen geöffnet und Besucher geführt werden konnten. Wenn über das Wohlbefinden berichtet wird, so müssen auch unbedingt die „kulinarischen Leckerbissen“ besonders in Form der legendären Fettschnitten erwähnt werden, die zu so mancher Eröffnung der Sonderausstellungen gehörten und für die Schatzmeisterin (!) Christa Stolze verantwortlich zeichnete.  

Oberbürgermeister Hartwig Rauh als Gast verfolgte sehr aufmerksam den Rechenschaftsbericht des Vereinsvorsitzenden und die ergänzenden Bemerkungen der AG-Leiter. In der Diskussion brachte er zum Ausdruck, dass er die von den Mitgliedern des Fördervereins geleistete Arbeit sehr zu schätzen weiß. Schon bei früherer Gelegenheit hatte das Stadtoberhaupt auf die hohe Wertschätzung verwiesen, die gerade von ausländischen Besuchern dem Glasmuseum entgegengebracht wird. Das bestätigt die Fördervereinsmitglieder in ihrem Stolz über das bisher Geleistete. Rauh teilte den Versammelten mit, dass nun endlich eine 35-Stunden-Stelle für das Glasmuseum genehmigt werden konnte und dass es einem weiteren Schritt vorbehalten sei, über einen hauptamtlichen und fachlich versierten Leiter für das Glasmuseum zu entscheiden. Horst May als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins sprach dem Oberbürgermeister für diese Personalentscheidung seinen Dank aus.

Quelle: Glasmuseum Weißwasser vom 31.01.2008


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E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 04.02.2008