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Pantographieren

Ein Pantograph arbeitet nach dem Storchschnabelsystem und kann ein auf einer Metallschablone ziseliertes Muster auf 12, 24 oder 36 Glaskörper in verkleinertem Maßstab übertragen. Die Übertragung erfolgt über Rollen und Stahlbänder, ausgehend von einem handgeführten Metallgriff, mittels diesem die ziselierten Konturen (Muster) auf der Metallplatte nachgezogen werden.

Ein Pantograph hat 12, 24 oder auch 36 Stationen, auf denen die Glasartikel, die vorher mit einer Wachsschicht, bestehend aus einer Mischung von Paraffin, Stearin und Bienenwachs versehen wurden, auf einem Aufnahmeteller mittels Unterdruck fixiert werden. Jede Station ist je nach Muster mit 3, 4 oder auch 5 Stahlnadeln bestückt, die symmetrisch an den einzelnen Stationen angebracht sind. Durch die vertikale Bewegung des Aufnahmetellers und die horizontale Bewegung der Stahlnadeln wird das Muster in das Wachs eingeritzt. Nach diesem Arbeitsgang werden die Gläser in ein Flußsäurebad getaucht. Die Säure ätzt die vom Wachs befreiten Stellen (Dekor) aus dem Glas heraus. Nach dem Säurebad kommen die Gläser in ein Wasserbad und danach in ein Heißwasserbad. In diesem wird das Wachs vom Glas wieder gelöst und das fertige Muster wird ersichtlich.

Das Gleiche trifft auch für Gläser zu, die durch Guillochieren veredelt wurden.


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Aktualisierung: 17.09.2010