Feine weiße Ware – Die Porzellina Weißwasser und ihre Geschichte
20. MÄRZ – 4. OKTOBER 2026
Wer kennt sie nicht: Die Porzellina-Wiese? Doch kaum einer erinnert sich an die Zeit, als diese Wiese noch keine Brache, sondern eine Porzellan-Fabrik war. Jede Woche entstanden in der »Porzellina«, wie das Werk im Volksmund hieß, mehrere Tonnen »weißes Gold«, liebevoll gestaltet und dekoriert.

Dass ausgerechnet in der Glasstadt Weißwasser auch Porzellan produziert wurde,
ist kein Zufall. Der Glasfabrikant Josef Schweig holte 1895 seinen Neffen
August in das noch kleine Industriedorf, um die regionalen Vorkommen an Kaolin,
Quarzsand und Braunkohle für die Herstellung von Porzellan zu nutzen.
Im Laufe des folgenden Jahrhunderts wandelte sich das Werk ständig: es vergrö-
ßerte seine Produktion, stellte außer Gebrauchsgeschirr auch (elektro-)technische
Artikel her, wurde Teil eines Kombinats und veredelte letztendlich nur noch
angelieferte Rohware. Immer jedoch war das Werk von kultureller und wirtschaft-
licher Bedeutung für Weißwasser und dessen weltweite Bekanntheit.
Die Sonderausstellung Feine weiße Ware – Die Porzellina Weißwasser
und ihre Geschichte präsentiert anhand der umfangreichen Porzellansammlung
des Glasmuseums Weißwasser die bewegte Geschichte der Porzellina.
Geöffnet: Dienstag bis Freitag: 9 – 16 Uhr / Samstag, Sonntag & feiertags 13 – 17 Uhr
Die Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung des Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V. .